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Sonntag, 9. Mai 2010

Epson Drucker druckt nicht (Linux/CUPS)

Ein Epson-Drucker (z.B. Epson Stylus Office B40W oder Epson Stylus Photo BX600FW) wird über das Netzwerk per LPD angeschlossen und unter Linux mit CUPS konfiguriert. Der Epson Druckertreiber von Avasys wurde korrekt installiert. Anstatt zu drucken wird jedoch folgende Fehlermeldung angezeigt:
Filter "pips-walter" for printer "Epson" not available: No such file or directory
Der Grund für das Problem kann sein, dass die benötigten Dateien für PIPS nicht in 64-bit zur Verfügung stehen, sondern nur in 32-bit. Hier hilft ein symbolischer Link Abhilfe:
ln -s /usr/lib/cups/filter/pips-wrapper /usr/lib64/cups/filter/pips-wrapper
Danach den Drucker gegebenenfalls stoppen und anschließend wieder starten.

Samstag, 28. November 2009

Brother druckt unter openSUSE 11.2 nicht

Problem: Seit ich openSUSE 11.2 aufgespielt habe, funktioniert das Drucken mit dem Brother HL-2070N nicht mehr. Als Treiber sind die offiziellen Brother-Pakete brhl2070nlpr-2.0.1 und cupswrapperHL2070N-2.0.1 installiert. Der Drucker lässt sich unter CUPS problemlos einrichten. Beim Drucken läuft der Drucker jedoch nur an und druckt nicht, d.h. der Druckauftrag ist leer.

Lösung: Das Problem liegt bei der aktuellen Ghostscriptversion. openSUSE 11.2 benutzt hier standardmäßig die Ghostscript-Version 8.64. Nötig für problemloses Drucken unter openSUSE mit einem Drucker von Brother ist jedoch die Version 8.62, deshalb ist ein Downgrade nötig.
Dies kann manuell oder über das openSUSE 11.1-Repository geschehen. Man fügt einfach das OSS-Repository für 11.1 hinzu (Adresse: http://download.opensuse.org/distribution/11.1/repo/oss). Anschließend kann man im YaST2-Softwaremanager bei allen (!) ghostscript-Paketen im Tab Versionen die ältere 8.62-Version des openSUSE 11.1-Repositorys installieren. Anschließend darf man natürlich nicht aus Versehen wieder auf 8.64 aktualisieren.


Die Ghostscript-Pakete aus openSUSE 11.2 müssen auf den aktuellen Stand gebracht und anschließend das Paket psutils installiert werden (Danke an Marcel für diese einfachere Lösung).

Danach funktioniert das Drucken mit dem Brother HL-2070N über den CUPS-Treiber einwandfrei.

Mittwoch, 19. August 2009

Festplatten unter Windows überwachen

S.M.A.R.T. ist ein Standard, um Festplatten zu überwachen. Mit S.M.A.R.T. können Festplattendefekte frühzeitig erkannt und so vorher noch wichtige Daten gerettet bzw. die Festplatte ausgetauscht werden.
S.M.A.R.T. gibt verschiedene Werte über die Festplatte zurück, wie zum Beispiel Fehlerrate, Temperatur, Startzeit und Laufleistung. Aufgrund dieser Daten können laut einer Google-Studie 64% aller Festplattenausfälle vorausgesagt werden. Wichtig ist allerdings, das die Werte nur einen Anhaltspunkt bieten und keine sichere Voraussage ermöglichen. Deshalb sollte man trotz normaler S.M.A.R.T.-Werte nicht auf ein Backup verzichten.
Leider bietet Windows von Haus aus keine Funktion, um den Festplattenzustand auszulesen und gegebenenfalls den Benutzer zu warnen. Hier bietet sich zum Beispiel das kostenlose Tool HDD Health an. Es benötigt zum Arbeiten Adminrechte. Das Programm minimiert sich in den Tray und überwacht so im Hintergrund alle angeschlossenen Festplatten, die S.M.A.R.T.-Werte liefern.
Es zeigt auf Anhieb die Festplattengesundheit und die Temperatur aller erkannten Festplatten an (siehe Screenshot). Hier kann man auch Modell, Firmware und Seriennummer der Festplatte ablesen. In den Optionen lässt es sich so konfigurieren, dass es bei kritischer "drive health" (schließt zu hohe Temperaturen mit ein) oder wenig Speicherplatz auf der Partition ein Popup-Fenster anzeigt, einen Ton abspielt und per Netzwerk oder E-Mail darüber informiert.
Screenshot HDD Health Oberfläche und Optionen
Unter Drive sind auch detailliertere Informationen zu finden. Da sind einmal die SMART Attributes, die sämtliche S.M.A.R.T.-Werte anzeigen (Screenshot links). Außerdem gibt es auch Extended Info zu jeder Festplatte, wo viele Werte zu Eigenschaften und Modi der Festplatte angezeigt werden (Screenshot rechts).
Screenshot HDD Health S.M.A.R.T. Parameter und Festplatten-Infos
Insgesamt ist das Tool sehr praktisch, um Festplatten zu überwachen. So kann man Probleme unter Umständen schon vor dem Datenverlust erkennen.


Download-Links:

Mittwoch, 17. Juni 2009

Testbericht: Blumax GPS-4043 Logger

Der Blumax GPS-4043 ist ein kleiner und handlicher GPS-Empfänger bzw. GPS-Logger mit 51 Kanälen und bietet alle wichtigen Funktionen. Deutsches Datenblatt siehe hier:
http://www.eurotronic.net/pdf_documents/produktanleitungen/pdf_deutsch/GPS_4043_logger_DE.pdf
Blumax GPS-4043 Logger Bild
Die Verarbeitung ist gut, der Akkudeckel sitzt (sehr) fest. Einzig der kleine LOG-NAV-OFF-Schalter an der Seite ist etwas leichtgängig, ich habe ihn aber noch nicht versehentlich betätigt. Mit dem Schiebeschalter kann man zwischen Navigationsmodus (NAV) und Loggingmodus (LOG) wählen. Im Loggingmodus ist gleichzeitig der Navigationsmodus aktiv, d.h. man kann gleichzeitig loggen und navigieren. Außerdem hat der Logger einen Knopf zum Erstellen von Wegpunkten. Die 3 Status-LEDs sind gut abzulesen und bieten sinnvolle Informationen über Akkustand, Bluetoothverbindung und GPS-Signal.
Der Empfang ist extrem gut, ein GPS-Signal steht auf freier Fläche schon nach 20s zur Verfügung und selbst in kleineren Gebäuden bekommt man noch einen relativ guten Empfang. Die Logger-Daten in dem groß ausgefallenen Speicher sind von guter Qualität.
Der Akku hält länger als 20h und lässt sich (wenn man sich beeilt) auch ohne Datenverlust wechseln. Er ist baugleich mit dem Akku Nokia BL-5C, mit welchem der Logger ebenfalls funktioniert. Der Akku wird im Gerät über Mini-USB aufgeladen, ein 230V-Netzteil und ein 12V-Adapter für's Auto liegen bei. Eine Besonderheit des Blumax GPS-4043 ist der Sleeping-Modus. Wenn eine gewisse Zeit lang keine Bluetoothverbindung besteht, schaltet der GPS-Logger automatisch in den Sleeping-Modus, sodass er weniger Strom verbraucht.
Die Bluetooth-Verbindung hat bei mir mit Notebook, Windows Mobile 2003-Pocket PC und Sony Ericsson-Handy auf Anhieb funktioniert und zeigt keine Schwächen. Auf einem Sony Ericsson-Handy lässt sich der Logger sehr gut mit TrekBuddy verwenden. Ich verwende diese Kombination beispielsweise für Geocaching.
Die mitgelieferte Windows-Software ist nicht so gut wie das Gerät gelungen: Sie arbeitet langsam, stürzt bei sehr großen Logs gelegentlich ab und hat Probleme beim Verbinden mit dem GPS-Logger. Im Grunde bietet sie aber die wichtigsten Funktionen, man muss sie nur mit Geduld bedienen. Mit ihr kann man den Speicher auslesen und löschen, sowie die Logging-Einstellungen ändern. Es lassen sich die Zeit zwischen zwei Logpunkten, der Abstand, der zwischen zwei Logpunkten sein muss damit geloggt wird, und die Geschwindigkeit, ab der geloggt wird, einstellen. Alternativ kann man das Gerät auch ohne die mitgelieferte Software per GPSBabel als "MTK Logger" auslesen, jedoch nicht konfigurieren oder den Speicher löschen. Das Gerät lässt sich auch nicht über Bluetooth auslesen.
Die Bedienungsanleitung (hier als Online-PDF) liegt bei, existiert aber nur auf (einfachem) Englisch - sie ist kurz und behandelt alle Funktionen des Geräts.
Insgesamt überzeugt der GPS-Logger in Funktionalität, Akkulaufzeit und Signalqualität, nur die Software weißt Schwächen auf. Für das Gerät spricht außerdem sein günstiger Preis von ca. 55€.