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Mittwoch, 6. Juni 2012

Ubuntu Server unter VirtualBox einrichten

Ich brauche zum Entwickeln einer PHP-Applikation einen lokalen LAMP-Server, möchte ihn aber nicht direkt in meinem Produktiv-System installieren. Daher habe ich einen LAMP-Server unter VirtualBox (Version 4.1.2) installiert.

Als Gastsystem habe ich Ubuntu Server 12.04 ausgewählt, als Hostsystem benutze ich Mint Linux 12 (es sollte aber auch mit jedem anderen Gastsystem funktionieren).

Installation

Zuerst habe ich das Ubuntu Server-Image heruntergeladen und als eine neue virtuelle Maschine mit 768MB RAM und einer virtuellen 4GB Festplatte installiert. Vor dem ersten Starten ist es wichtig, dass unter Maschine ändern -> System -> Prozessor die Option PAE/NX aktiviert wird, da sonst Ubuntu Server nicht startet. Die restliche Installation ist Ubuntu-typisch unkompliziert. Zwischendurch wird man dazu angehalten, zusätzliche Pakete zur Installation auszuwählen. Dort habe ich OpenSSH server, LAMP server und Mail server ausgewählt.

Lokaler Zugriff

Da der Server zu Entwicklung dient, soll er nicht im Netzwerk, sondern nur im Hostsystem sichtbar sein. Dazu muss zuerst ein Host-only Netzwerkadapter eingereichtet werden: Im VirtualBox Manager auf Datei -> Globale Einstellungen... -> Netzwerk gehen und dort ein Host-only Netzwerk hinzufügen. Anschließend muss in den Einstellungen für die virtuelle Maschine unter Netzwerk noch bei Angeschlossen an die Option Host-only Adapter und der eben erstellte Adapter ausgewählt werden.
Hinweis: Nach der Umstellung des Netzwerkadapters auf Host-only ist der Zugriff des Gastsystems auf das Internet nicht mehr möglich. Die einzige Lösung (für Updates, Paketinstallationen, etc.), die ich bis jetzt gefunden habe, ist temporär den Netzwerkadapter wieder auf NAT umzustellen und den Server neuzustarten. Dann ist natürlich der Server nicht mehr lokal erreichbar.

Anschließend kann die virtuelle Maschine gestartet werden. Nach dem Einloggen findet man über den Befehl ifconfig die IP heraus. Diese kann man nun im Browser des Hostsystems eingeben und schon erhält man die Apache-Startseite:
Erfolgreiche Apache-Startseite
Hinweis: Die Konfigurationsdatei von Apache (normalerweise httpd.conf) heißt unter Ubuntu /etc/apache2/apache2.conf.

FTP-Server

Nun fehlt noch ein FTP-Server, um die Dateien bequem auf den Server zu kopieren. Dazu eignet sich am besten ProFTPD. Das Installieren und Einrichten des FTP-Servers, insbesondere die Benutzeraccounterstellung, wird gut unter http://wiki.ubuntuusers.de/ProFTPD beschrieben. Als Servermodus habe ich standalone statt Inetd genommen, da dies zu weniger Problemen geführt hat.
Die Erstellung des virtuellen Benutzers hat bei mir jedoch nicht wie Beschrieben geklappt. So hat es bei mir funktioniert: Nachdem die Konfigurationsdatei angepasst ist, kann man mit

cat /etc/passwd | grep var-www

die UDI und GID des Apache-Users herausfinden (bei mir in beiden Fällen die 33). Anschließend habe ich den Benutzer ftpuser mit dem Befehl

sudo ftpasswd --passwd --name ftpuser --uid 33 --gid 33 --home /var/www --shell /bin/false --file /etc/proftpd/ftpd.passwd

erstellen können. Jetzt muss man auf dem Server noch mit

sudo chown www-data /var/www/

die Schreibrechte anpassen. Anschließend kann man über ein FTP-Programm und die IP des Servers Dateien in den Rootordner des Apaches kopieren.

MySQL-Server

Als letzter Schritt muss noch der externe Zugriff auf den MySQL-Server zugelassen werden, um beispielsweise mit der MySQL Workbench die Datenbank administrieren zu können. Die Grundkonfiguration ist im ubuntuusers-Wiki erläutert. Da ich bei einem lokalen, von außen nicht erreichbaren Server keine großen Sicherheitsbedenken habe, nehme ich den root-User, um auf die Datenbanken zuzugreifen. Mit

mysql -uroot -ppasswort

auf dem Gastsystem erhält man Zugriff auf die MySQL-Kommandozeile und kann mit

GRANT ALL ON *.* TO 'root'@'%';

dem root-User alle Zugriffsrecht einräumen. Anschließend ist der Zugriff von außen über den root-User möglich.

Donnerstag, 12. April 2012

Sonos Controller 3.7 in VirtualBox

Leider ist der Sonos Controller nicht für Linux verfügbar und läuft seit der neusten Version 3.7 auch nicht mehr unter Wine. Daher nutze ich den Sonos Controller 3.7 jetzt unter Windows 7 in einer VirtualBox.

Die Installation klappte problemlos, jedoch hat der Controller den Player nicht gefunden, obwohl ich mit Android auf ihn zugreifen konnte.
Das Problem lag bei mir daran, dass ich NAT als Netzwerkadapter in meiner virtuellen Maschine eingerichtet hatte.

Lösung: In der virtuellen Maschine unter Geräte -> Netzwerkadapter... bei Angeschlossen an muss Netzwerkbrücke ausgewählt werden. Anschließend habe ich bei Name noch eth0 ausgewählt. Und schon hat es auf Anhieb funktioniert!

Netzwerkkonfiguration unter VirtualBox

Interessanter Thread zum Thema Sonos unter Linux im Sonos-Forum: Sonos Update to 3.7 and Linux

Montag, 21. Februar 2011

Cherokee startet nicht nach dem Kompilieren

Nachdem Cherokee unter openSUSE 11.3 nach der offiziellen Anleitung kompiliert worden ist, erhält man nach dem Starten des Servers mittels # cherokee-admin folgenden Fehler:

cherokee-admin: error while loading shared libraries: libcherokee-base.so.0: cannot open shared object file: No such file or directory

Beheben kann man den Fehler, indem man die Zeile /usr/lib/cherokee zur Konfigurationsdatei /etc/ld.so.conf hinzufügt und anschließend ldconfig ausführt. Danach lässt sich der Server problemlos starten.

Samstag, 5. Februar 2011

ext3-Festplatte hat weniger Platz als angezeigt

Ich habe eine 1TB-Festplatte mit ext3 formatiert und bekomme im Konqueror eine Gesamtkapazität von 911,0 GiB angezeigt. Nach dem Aufspielen einiger Dateien zeigt mir Konqueror eine Belegung von 369,9 GiB an. Wenn ich jedoch alle Dateien markiere und auf Eigenschaften klicke oder das Kommandozeilentool df benutze, dann sehe ich, dass nur 323,1 GiB benutzt sind.
Warum werden hier 46,8 GiB (entspricht 5,1%) als nicht verfügbar angezeigt?

Das liegt daran, dass standardmäßig 5% einer ext3-Festplatte für das System reserviert werden, sodass auch im Falle einer vollen Platte wichtige Systemdienste immer noch genug Platz zum schreiben haben.

Falls die Reservierung nicht erwünscht ist, kann man den reservierten Speicher auch auf 0% setzen. Das geht mit dem Kommando tune2fs im laufenden Betrieb, es müssen also keine Daten gelöscht werden. Wenn die zu bearbeitende Platte unter /dev/sdb1 gemountet ist, geht das so:
# tune2fs /dev/sdb1 -m 0
tune2fs 1.41.11 (14-Mar-2010)
Setze den Prozentsatz reservierter Böcke auf 0% (0 Blöcke)


Anschließend ist der gesamte Platz für den normalen Nutzer nutzbar.


Quelle: http://linuxundich.de/de/ubuntu/festplatte-kleiner-als-angegeben-ext3/

Samstag, 22. Januar 2011

AVI-Videos zusammenfügen

Wenn man Filme oder Videos hat, die im AVI-Format größter als 700 MB sind, werden die Filme oft gesplittet.

Um AVI-Videos wieder zusammenzufügen, gibt es unter Linux ein einfaches Tool: avimerge
Das kleine Kommandozeilentool ist Teil des Transcode-Projektes: http://freshmeat.net/projects/transcode/

Benutzt wird es einfach mit
avimerge -o output.avi -i input1.avi input2.avi.

Für die Benutzung unter openSUSE muss nur das Paket transcode installiert werden, erhältlich im PackMan-Repository.

Sonntag, 24. Oktober 2010

Amarok mit Android fernsteuern

Mit einem Android-Smartphone lässt sich der Amarok-Mediaplayer von KDE ganz einfach fernsteuern.
Das geht mit Android Amarok2 Remote. Es benötigt nur eine kleine (ca. 67 kB große) Android-Anwendung und ein Amarok-Skript, das einen Server startet.

Der Market-Link der Android-Anwendung: market://search?q=pname:org.h0lger.amarok2remote
QR-Code für die Anwendung


Das Amarok-Skript kann hier runtergeladen werden: http://amarok2remote.h0lger.de/downloads/amarok_plugin/. Es lässt sich einfach über Extras -> Skript-Verwaltung -> Skript installieren installieren, dann ist ein Neustart von Amarok notwendig.

Der Amarok-Server läuft standardmäßig auf Port 8484, dies lässt sich jedoch in der Datei /home/user/.kde4/share/apps/amarok/scripts/android-amarok2-remote/conf.js ändern.

Anschließend muss nur noch in der Android-App unter Menu -> Settings -> Remote server die IP-Adresse des Computers und der Port angegeben werden, bspw. 192.168.1.20:8484. Dann kann man mit der App die Musiksammlung durchsuchen, Titel an die Playlist anhängen und Aktionen wie Pause/Nächster Titel/Vorheriger Titel/Lauter/Leiser betätigen. Es wird sogar das Coverbild von Amarok (falls vorhanden) angezeigt.

Wenn die Android-App keine Verbindung herstellen kann, muss gegebenenfalls noch der passende TCP-Port in der Computer-Firewall geöffnet werden. Wie das unter openSUSE funktioniert, wird hier erläutert.

Viel Spaß mit dieser kleinen unkomplizierten App.

Sonntag, 9. Mai 2010

Epson Drucker druckt nicht (Linux/CUPS)

Ein Epson-Drucker (z.B. Epson Stylus Office B40W oder Epson Stylus Photo BX600FW) wird über das Netzwerk per LPD angeschlossen und unter Linux mit CUPS konfiguriert. Der Epson Druckertreiber von Avasys wurde korrekt installiert. Anstatt zu drucken wird jedoch folgende Fehlermeldung angezeigt:
Filter "pips-walter" for printer "Epson" not available: No such file or directory
Der Grund für das Problem kann sein, dass die benötigten Dateien für PIPS nicht in 64-bit zur Verfügung stehen, sondern nur in 32-bit. Hier hilft ein symbolischer Link Abhilfe:
ln -s /usr/lib/cups/filter/pips-wrapper /usr/lib64/cups/filter/pips-wrapper
Danach den Drucker gegebenenfalls stoppen und anschließend wieder starten.

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Eclipse-Buttons funktionieren nicht

Problem: Die Buttons in der Entwicklungsumgebung Eclipse funktionieren unter openSUSE 11.2 größtenteils nicht.

Lösung: Schuld daran ist GTK. Mit der Version 2.18 wurden Änderungen gemacht, die Eclipse nicht verträgt.
Man muss mit export GDK_NATIVE_WINDOWS=1 ein GTK-Feature abschalten, damit Eclipse wieder funktioniert. Alternativ kann man den Befehl auch in die .profile-Datei des betreffenden Users eintragen. Danach funktioniert Eclipse wieder tadellos.


Eclipse-Bugreport: https://bugs.eclipse.org/bugs/show_bug.cgi?id=287307
Thread in www.linux-club.de: http://www.linux-club.de/viewtopic.php?f=24&t=106384

Samstag, 28. November 2009

Brother druckt unter openSUSE 11.2 nicht

Problem: Seit ich openSUSE 11.2 aufgespielt habe, funktioniert das Drucken mit dem Brother HL-2070N nicht mehr. Als Treiber sind die offiziellen Brother-Pakete brhl2070nlpr-2.0.1 und cupswrapperHL2070N-2.0.1 installiert. Der Drucker lässt sich unter CUPS problemlos einrichten. Beim Drucken läuft der Drucker jedoch nur an und druckt nicht, d.h. der Druckauftrag ist leer.

Lösung: Das Problem liegt bei der aktuellen Ghostscriptversion. openSUSE 11.2 benutzt hier standardmäßig die Ghostscript-Version 8.64. Nötig für problemloses Drucken unter openSUSE mit einem Drucker von Brother ist jedoch die Version 8.62, deshalb ist ein Downgrade nötig.
Dies kann manuell oder über das openSUSE 11.1-Repository geschehen. Man fügt einfach das OSS-Repository für 11.1 hinzu (Adresse: http://download.opensuse.org/distribution/11.1/repo/oss). Anschließend kann man im YaST2-Softwaremanager bei allen (!) ghostscript-Paketen im Tab Versionen die ältere 8.62-Version des openSUSE 11.1-Repositorys installieren. Anschließend darf man natürlich nicht aus Versehen wieder auf 8.64 aktualisieren.


Die Ghostscript-Pakete aus openSUSE 11.2 müssen auf den aktuellen Stand gebracht und anschließend das Paket psutils installiert werden (Danke an Marcel für diese einfachere Lösung).

Danach funktioniert das Drucken mit dem Brother HL-2070N über den CUPS-Treiber einwandfrei.

Samstag, 14. November 2009

Linux: kein Internet nach VPN

Ich habe in meinem openSUSE-System eine VPN-Verbindung eingerichtet. Dies habe ich mit Hilfe des vpnc-Pakets getan. Zur Konfiguration und besseren Handhabung habe ich zusätzlich das kvpnc-Paket benutzt.
Zuerst funktionierte das Herstellen und Beenden der VPN-Verbindung unter Linux perfekt. Doch nach einiger Zeit hatte ich keinen Zugriff mehr auf das Internet, nachdem ich die VPN-Verbindung beendet habe. Weder das Deinstallieren von vpnc und kvpnc, noch das Deaktivieren und Aktivieren des Netzwerksadapters hat etwas geholfen.

Lösung: Durch das Anschauen der Konfigurationsdatei /etc/resolv.conf ist mir aufgefallen, dass dort als nameserver der alte Einwahlserver des VPN steht. Mit dem Befehl

# netconfig update -f

kann der Fehler in /etc/resolv.conf wieder behoben werden. Anschließend hat die Internetverbindung wieder wunderbar funktioniert.
resolv.conf ist für die Namensauflösung unter Linux da. Wenn dort falsche Daten eingetragen sind, können die aufgerufenen URLs nicht zu IP-Adressen aufgelöst werden. Weitere Infos siehe Linux-Kompendium.

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Kein NTFS-Zugriff unter Linux - ntfsfix

Auf meinem Computer mit Windows Vista und openSUSE 11.1 kam es vor, dass das Linux-System keinen Zugriff mehr auf das NTFS-Laufwerk hatte. Windows Vista konnte ebenfalls nicht mehr booten. Um wenigstens ein Datenbackup anzufertigen, muss wieder Zugriff auf das Windows-Laufwerk mit NTFS her.
Das Mounten der Windows-Partition erzeugte jedoch folgenden Fehler:

# mount -t ntfs-3g /dev/sda1 /windows
$LogFile indicates unclean shutdown (0, 1)
Failed to mount '/dev/sda1': Die Operation wird nicht unterstützt
Mount is denied because NTFS is marked to be in use. Choose one action:

Choice 1: If you have Windows then disconnect the external devices by
clicking on the 'Safely Remove Hardware' icon in the Windows
taskbar then shutdown Windows cleanly.

Choice 2: If you don't have Windows then you can use the 'force' option for
your own responsibility. For example type on the command line:

mount -t ntfs-3g /dev/sda1 /windows -o force

Or add the option to the relevant row in the /etc/fstab file:

/dev/sda1 /windows ntfs-3g force 0 0

Da Windows nicht mehr bootfähig war, fiel Choice 1 weg. Der zweite Weg mit der force-Option führte zu folgender Fehlermeldung:

# ntfs-3g /dev/sda1 /windows -o force
ntfs-3g-mount: mount failed: Das Gerät oder die Ressource ist belegt


Bei diesem Problem bietet sich der ntfsfix-Befehl an, der NTFS-Partitionen repariert. Er ist im Paket ntfsprogs enthalten. Nach der Installation (z.B. per YAST) kann man mit dem Befehl die NTFS-Partition/ -Laufwerk reparieren:

# ntfsfix /dev/sda1
Mounting volume... OK
Processing of $MFT and $MFTMirr completed successfully.
NTFS volume version is 3.1.
NTFS partition /dev/sda1 was processed successfully.

Donnerstag, 2. Juli 2009

Tastenkürzel in openSUSE 11.1 (KDE 4)

Hier stelle ich kurz einen Weg vor, Tastenkürzel unter openSUSE 11.1 mit der Oberfläche KDE (Version 4.1.3) zu konfigurieren.
Hier ist zuerst zwischen den Systemtastenkürzel zu unterscheiden, die so etwas wie Lautstärke, Arbeitsflächen, Fenster, Systemabmeldung und ähnlichem steuern und den Tastenkürzeln, die Programme starten und diese steuern.
Zuerst das Verändern der vorhandenen Systemtastenkürzel. Dazu muss Arbeitsfläche einrichten aufgerufen werden:
openSUSE Arbeitsfläche einrichten
Dann wählt man den Menüpunkt Tastatur & Maus aus:
openSUSE Tastenkürzel
Dort lassen sich nun unter Tastenkürzel die Tastenkürzel einstellen. Erst muss man die entsprechende KDE-Komponente auswählen, z.B. KMix oder KWin. Anschließend kann man einer gewünschten Aktion ein nahezu beliebiges Tastenkürzel zuweisen. Einfach Benutzerdefiniert auswählen, auf den Button dahinter klicken und die entsprechenden Tasten drücken. Dann mit Anwenden die Änderungen bestätigen.

Nun zu dem Einrichten eines Tastenkürzels um ein Programm zu starten. Dazu muss der Tab Erweitert in Arbeitsfläche einrichten aufgerufen werden:
openSUSE Arbeitsfläche einrichten - Erweitert
Hier wählt man den Punkt Tastenkombinationen aus. Anschließend kann man Tastenkürzel für verschiedene Aktionen festlegen. Ich habe, wie man im folgenden Screenshot sehen kann, mir eine neue Gruppe Programme angelegt, wo ich Programm-Aktionen mit ihren Tastenkürzeln verwalte. Um Firefox per Tastenkürzel zu starten (zum Beispiel mit einem entsprechenden Multimedia Button), legt man eine neue Aktion mit dem Namen "Firefox" an. Da das Tastenkürzel ein Programm starten soll, wird der Aktionstyp Tastenkürzel -> Befehl/Adresse (einfach) ausgewählt. Im Tab Tastenkürzel wählt man wie gewohnt das Tastenkürzel aus, das das Programm starten soll. Danach gibt man im Tab Befehls/Adress-Einstellungen den Befehl ein, der das Programm startet. Dies ist bei Firefox einfach firefox. Wenn man den Befehl nicht kennt, kann man ihn in den Eigenschaften der Desktop-Verknüpfung nachschauen.
openSUSE Tastenkürzel für Firefox
Insgesamt eine sehr praktische Funktion, mit der man nahezu alle Tastenkürzel nach den eigenen Wünschen konfigurieren kann.

Dienstag, 16. Juni 2009

Thunderbird unter Linux in den Tray minimieren

Das MinimizeToTray-Add-on für Thunderbird läuft leider nur unter Windows. Es gibt trotzdem einen Weg wie man Thunderbird unter Linux in den Tray minimiert, damit es nicht andauernd als Fenster geöffnet ist.
Hierzu eignet sich das Programm KDocker, das jedes beliebige Fenster in den Systemtray minimieren kann. Es reicht KDocker zu starten und dann mit der Maus auf das gewünschte Fenster zu klicken. Das Fenster verschwindet sofort in den Systemtray und lässt sich einfach per Mausklick wiederherstellen. Wenn das Fenster dann später wieder minimiert wird, geschieht dies automatisch in den Tray.
Unter openSUSE lässt sich das Paket kdocker einfach über das PackMan-Repository installieren oder direkt runterladen: http://packman.links2linux.de/package/kdocker/
Für alle anderen Distributionen gibt es das Tool direkt auf der Homepage: http://kdocker.sourceforge.net/